Aktion2 SagEsLaut Stigma

Die Aktion zum Thema Diabetes & weitere chronische Erkrankungen ist am 25.06. 2026 gestartet. Sei dabei und folge uns gern auch auf den sozialen Medien Instagram, Facebook und YouTube.

Viele Menschen mit Diabetes kennen das: typische Alltagssituationen, in denen Vorurteile, ungefragte Kommentare oder falsche Annahmen über Diabetes entstehen. Das ständige Gefühl, sich erklären zu müssen, ist eine fast tägliche Herausforderung, denn es gibt gegenüber dem Diabetes sehr verbreitete Stigmata. Im neusten Video verbinden die beiden Protagonistinnen Conny (@zuckerschockconny) und Caro (@sweet.caromell.type2) persönliche Erfahrungen der Stigmatisierung mit einer klaren Haltung: Diabetes definiert Menschen nicht, und Stigma sollte keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Gleichzeitig stärken die Protagonistinnen die Community, indem sie zeigen, dass niemand mit diesen Erfahrungen allein ist.

„Menschen mit Diabetes erleben immer wieder ungefragte Kommentare, falsche Annahmen und Bewertungen durch ihr Umfeld. ‚Darfst du das überhaupt essen?‘ oder ‚Hast du das nicht selbst verursacht?‘ Solche Fragen verletzen, verunsichern und führen dazu, dass Menschen mit Diabetes sich immer wieder erklären oder rechtfertigen müssen. Wir wollen diese Vorurteile sichtbar machen und Verständnis statt Bewertungen stärken“, erklärt Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. „Wir kämpfen für mehr Verständnis, mehr Respekt und weniger Stigma.“

Conny (Typ-1-Diabetes) erklärt: „Diabetes ist eine chronische Erkrankung. Eine dauerhafte gesundheitliche Herausforderung. Stigma entsteht durch das, was andere daraus machen: Vorurteile. Bewertungen. Ich höre oft Sätze, wie: „Du siehst gar nicht krank aus.“ oder „Ich könnte mich ja nicht täglich spritzen.“ Für andere mögen das kleine, beiläufige Aussagen sein, doch ich nehme sie stärker wahr. Das Gefühl, sich ständig erklären zu müssen, prägt meinen Alltag.“

Caro (Typ-2-Diabetes) führt aus: „Andere glauben, dass sie genug wüssten, um über mich zu urteilen: Über mein Essverhalten. Über meine Bewegung, meinen Körper, mein Leben. Das ist Stigmatisierung. Diabetes definiert mich nicht. Nicht meine Möglichkeiten. Nicht meine Träume. Und ganz sicher nicht meinen persönlichen Wert. Wir brauchen Menschen, die sagen: Ich verstehe. Du musst nichts erklären.“

 

Die Kampagne #SagEsLaut #SagEsSolidarisch

Es gibt 11 Mio. Menschen mit Diabetes in Deutschland, inkl. 2 Mio. Dunkelziffer. Davon haben mehr als 90 % Typ-2-Diabetes.

Während Menschen mit Typ-1-Diabetes in den sozialen Medien gut vernetzt sind und mit Blogger*innen und Influencer*innen in der Online-Community eine große Sichtbarkeit haben, ist es um die Menschen mit Typ-2-Diabetes in den sozialen Medien eher ruhig. Zu groß ist bei vielen die Scham vor Schuldzuweisung und Stigmatisierung. Das Vorurteil, man sei selbst schuld an der Erkrankung, hält sich hartnäckig, viele fühlen sich daher von der Politik mit ihren Bedarfen und Bedürfnissen im Stich gelassen.

Das wollen wir ändern!

Darum haben wir die Awareness-Kampagne #SagEsLaut gestartet, die Menschen mit Typ-2-Diabetes mehr Sichtbarkeit geben soll.

Nach den positiven Rückmeldungen und den Erfolgen in den letzten drei Jahren wollen wir in diesem Jahr weiterhin unsere Aufmerksamkeit auf die Gemeinschaft und die Gemeinsamkeiten aller Diabetes-Typen legen. 

#SagEsSolidarisch 

Seit 2023 haben wir die Kampagne neu ausgerichtet, auf die Gemeinsamkeiten zwischen allen Menschen mit Diabetes, unabhängig vom Diabetes-Typ. Dies macht auch der Zusatzhashtag #SagEsSolidarisch deutlich. Unsere Aktionen fokussieren jeweils auf ein Schwerpunktthema wie Ernährung, Familie oder Stigmatisierung. Im Mittellpunkt stehen jeweils zwei Protagonist*innen, die füreinander einstehen, obwohl sie mit verschiedenen Diabetes-Typen leben. 

Die #SagEsLaut-Kampagne 2026 wird umgesetzt mit freundlicher Unterstützung von Abbott, Boehringer Ingelheim, Lilly, Roche und Sanofi.

Hier könnt ihr euch anschauen, wer alles in den sozialen Medien über über #SagEsLaut spricht: